Wie alles begann
Ein Ort, der geblieben ist
Die Secret Farm liegt oberhalb von Göreme, eingebettet in die Landschaft Kappadokiens.
Geografisch nah – atmosphärisch weit entfernt.
Während Göreme heute zu den meistbesuchten Orten der Region gehört, folgt dieser Ort einem anderen Rhythmus. Landwirtschaft ist hier kein Konzept, sondern Alltag. Wege sind nicht angelegt, um zu führen, sondern um gegangen zu werden. Der Tuffstein trägt Spuren früherer Leben – Höhlen, einfache Räume, Übergänge, die nicht geschaffen wurden, um zu beeindrucken.

Am Ende eines dieser Wege liegt die Farm – in einem der ruhigeren Täler der Region.
Der Weg zur Farm ist Teil dieses Ortes.
Man erreicht sie über eine schmale Steintreppe – oder über einen Feldweg, der mit einem Traktor befahren wird, gebaut aus alten Weinfässern. Ohne Abkürzung. Ohne Eile.

Für Ali war dieser Ort nie ein Projekt.
Es war der Garten seiner Familie.
Als Kind kannte er diesen Ort nur zu Fuß. Es gab keine Treppen, keinen Weg. Der Esel, der den täglichen Auf- und Abstieg durch das Tal trug, musste verkauft werden, damit Ali zur Schule gehen konnte. Die Treppen, die heute in den Stein geschlagen sind, entstanden Jahre danach – Schritt für Schritt, nicht aus einem Plan, sondern aus Notwendigkeit.
Zwischen diesem Ort und mir entstand über die Jahre eine stille Vertrautheit, getragen durch Gespräche mit Ali. Sie drehten sich nie um Projekte oder Konzepte, sondern um Orte, Zeit – und darum, was Menschen heute suchen.

Alltag
Der Alltag auf der Farm ist leise.
Nicht reduziert, sondern selbstverständlich. Räume dienen dem, was gerade geschieht. Nichts ist dekoriert, nichts ausgestellt. Man richtet sich nicht ein – man kommt an.

Die Farm lebt. Nicht durch Aktivität, sondern durch Präsenz. Tiere bewegen sich frei über das Gelände. Pflanzen wachsen zwischen Mauern und Wegen. Brunnen, Feuerstellen und offene Übergänge gehören ebenso dazu wie die Pausen zwischen den Tätigkeiten. Alles ist Teil eines Kreislaufs, der nicht erklärt werden muss.

Über die Jahre wurde dieser Ort immer wieder besucht. Doch der eigentliche Traum blieb lange unerfüllt: Menschen nicht nur für einen Moment hereinzulassen, sondern ihnen Raum zu geben – für mehrere Tage, ohne Programm, ohne Inszenierung.
Zum ersten Mal öffnet sich die Secret Farm nun für einen mehrtägigen Aufenthalt im Rahmen eines kuratierten Retreats. Nicht für viele. Nicht für alle. Sondern für Frauen, die Verantwortung tragen – und sich nach Rückzug, Klarheit und Erdung sehnen.
Die Secret Farm ist kein Ort, den man besucht. Sie ist ein Ort, den man betritt – und der etwas zurückgibt.
Für Shescape ist sie kein Hintergrund. Sie ist Teil des Retreats, weil sie nichts darstellen muss.


